Aerodynamik am Rennrad selbst testen: Mein Outdoor-Test mit Aerotune
Ich habe den Aerotune Outdoor Test selbst durchgeführt und zeige dir, wie du deine Aerodynamik draußen realistisch messen kannst. Vom Setup über die Methodik bis zur Einordnung der Ergebnisse erfährst du, worauf es wirklich ankommt und welche Unterschiede du überhaupt zuverlässig erkennen kannst.
Beim Aerotune-Test misst man Leistung, Geschwindigkeit und Strecke und nutzt ein physikalisches Modell, das den gesamten Fahrwiderstand beschreibt. Darin stecken Luftwiderstand, Rollwiderstand, Steigung und Beschleunigung. CdA und Crr sind unbekannt und werden so lange angepasst, bis das Modell möglichst gut zu den echten Messdaten passt.
Die Grundidee ist: P_antrieb·η = P_aero + P_roll + P_slope + P_kin
Dabei gilt: P_aero = 0,5·ρ·CdA·v_air^3, P_roll = Crr·m·g·v, P_slope = m·g·sin(α)·v
Der wichtige Punkt beim Wind ist: In der Formel steht nicht einfach die Fahrgeschwindigkeit v, sondern die Luftgeschwindigkeit v_air. Die Luftgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit relativ zur Luft, also vereinfacht: v_air = v_fahrt ± v_wind
Warum kann man den Wind trotzdem „rausrechnen“? Weil das Verfahren viele Messpunkte verwendet und CdA, Crr und den Wind so schätzt, dass die berechnete Leistung bestmöglich zu der tatsächlich gemessenen Leistung passt. Mathematisch minimiert man einfach den Fehler zwischen Modell und Messung: S(θ) = Σ(y_i - f_i(θ))^2
Praktisch heißt das: Das System sucht die Parameterkombination, bei der die Abweichung am kleinsten ist. So lässt sich der Windeinfluss mit abschätzen, statt ihn vorher exakt messen zu müssen. Man misst nicht den Wind direkt perfekt weg, sondern man baut ihn in das Modell ein und lässt ihn zusammen mit CdA so schätzen, dass Vorwärts- und Rückwärtsfahrten physikalisch zusammenpassen.
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